Dienstag, 27. November 2018

[ #verbraucher ] Basis für mündige Entscheidungen: Verbraucherjournalismus zwischen Lebenshilfe und PR-Geflüster



Zusammenfassung der Fachkonferenz des Journalistennetzwerks Netzwerk Recherche „Wissen ist Macht – Verbraucherjournalismus zwischen Lebenshilfe und PR-Geflüster“

In den Gesprächsrunden und Workshops mit gut 100 Journalisten und Wissenschaftlern wurde deutlich, wie anspruchsvoll die Aufgabe ist, Themen von der Altersvorsorge bis zur Zahngesundheit korrekt und doch verständlich zu präsentieren, ohne auf PR-Geflüster hereinzufallen. Etliche Verbraucherorganisationen sind nicht unabhängig, viele Gütesiegel nicht aussagekräftig. Experten erklärten, wie man sie enttarnt. Eine wachsende Rolle spielen auch Inhalte für soziale Medien.


Unbedanktes Geschäft. Spielschleim für Kinder setzt unerlaubt viel gesundheitsschädliches Bor ab, Apps übermitteln Daten ihrer Nutzer, die für ihre Funktion gar nicht nötig sind, dubiose Finanzanbieter aus Zypern ziehen Anlegern mit hochriskanten Geschäften das Geld aus der Tasche.

Verbraucherjournalisten decken viele Themen von der Altersvorsorge bis zur Zahngesundheit ab, die das Leben ihrer Leser, Zuhörer und Zuschauer unmittelbar betreffen. „Die wissen, was sie an guten Recherchen in diesem Bereich haben“, stellte Spiegel-Redakteurin Cordula Meyer bei der nr-Fachtagung „Wissen ist Macht – Verbraucherjournalismus zwischen Lebenshilfe und PR-Geflüster“ am 16. November 2018 bei Stiftung Warentest in Berlin fest. Gemessen daran, „hat Journalismus zu Verbraucherthemen einen größeren Stellenwert verdient, auch in der Branche selbst.“ 

Diese Kluft zwischen großem Publikumsinteresse, hohem Rechercheaufwand und manchmal geringer Wahrnehmung in den Redaktionen und der Branche war in mehreren Gesprächsrunden und Workshops mit gut 100 Teilnehmern zur Lage der Branche, zu Praxisfragen und -fällen und zu innovativen Ansätzen zu spüren.

[ #VORkoster ]

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