Samstag, 25. November 2017

[ #verbraucher ] Luag druf: Der Ländle Christbaum



Einen Vorarlberger Christbaum erkennt man an der abgebildeten Herkunftsschleife.

Jedes Jahr werden ca. 80.000 Christbäume in Vorarlberg, 2 Millionen in Österreich vermarktet. Aus heimischer Produktion stammen nur etwa 25 Prozent. Die Vorarlberger Christbäume sind mit dem Herkunftssiegel "Vorarlberger Christbaum", gekennzeichnet. Die Vorarlberger Produzenten, die das Herkunftssiegel verwenden möchten, müssen sich klaren Richtlinien unterwerfen.


Durch den Kauf eines Ländle Christbaumes wird die Wertschöpfung in Vorarlberg unterstützt und durch die kurzen Transportwege die Umwelt entlastet. Die unmittelbare Nähe der Kulturen und Verkaufsstandorte trägt zur maximalen Frische und damit zur längeren Haltbarkeit bei.

Kurze Wege - regionale Produzenten.
Ein Vorteil für den Konsumenten liegt natürlich in der Frische der Bäume. Die Bäume werden erst kurz vor dem Verkauf geerntet und dann je nach Verkaufsfortgang laufend geschnitten. "Oh Tannenbaum, wie weit wirst du gefahren", muss man heute leider bei der Importware "singen". Man müsste meinen, dass dieser volkswirtschaftliche und ökologische Unsinn bei diesem Produkt nicht notwendig wäre. Der Vorarlberger Christbaum wird vor Ort produziert und verkauft. Doch was da am Heiligen Abend mit "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum " angesungen wird, ist heute oft keine gewöhnliche heimische Tanne mehr, sondern die ursprünglich in den Wäldern des Kaukasus beheimatete Nordmanntanne.
Die eher kleinen Vorarlberger Christbaumproduzenten bieten eine Vielzahl von Serviceleistungen für die Kunden an. So sind bei vielen Produzenten die eigene Auswahl in der Kultur bzw der Schnitt in der Kultur möglich. Einige bieten eine Baumzustellung nach Hause oder die Baumlagerung bis zum 24.12. an. 
Die meisten Produzenten beachten bei der Schlägerung ein günstiges Mondzeichen. Schmuckreisig wird ebenfalls von den meisten Produzenten angeboten. Ein Vorteil für den Konsumenten liegt natürlich in der Frische der Bäume. Die Bäume werden erst kurz vor dem Verkauf geerntet und dann je nach Verkaufsfortgang laufend frisch nachgeschnitten. Freilich ist damit noch keine ökologische anbauweise garantiert, aber immerhin: Es entfällt der Transport durch halb Europa.

Giftbaum.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Meldung des deutschen Naturschutzbundes: "Von den rund 28 Millionen deutschen Weihnachtsbäumen stammt der Großteil aus eigens angelegten Weihnachtsbaumkulturen, jeder vierte Baum wird importiert, vor allem aus Dänemark. Neben natürlichen ätherischen Ölen verströmt mancher Baum einen wahren Giftcocktail. Nur ausnahmsweise wird in den Plantagen störendes Grün zwischen den Bäumen von Hand entfernt. Meist besorgt das die Giftspritze. Vom Herbizid gegen konkurrierendes Grün über Breitband-Insektizide gegen Käfer und Läuse bis zum nicht zu knappen Einsatz von Mineraldünger – damit die Bäumchen möglichst leuchtend grün und blau daher kommen – reicht der lange Arm der Chemie. Selbst genetisch veränderte Bäume mit angeblich perfektem Wuchs und Schneeglöckchen-Genen gegen Schädlinge sollen in den nächsten Jahren auf den Markt kommen."

Durchforstungsprodukt und Ökoanbau. Der Naturschutz empfiehlt deshalb den Kauf von heimischen Fichten, Kiefern oder Tannen aus durchforsteten Waldbetrieben oder aber – noch besser – aus ökologisch wirtschaftenden Weihnachtsbaumkulturen. Im ökologischen Weihnachtsbaumanbau werden die zur Neupflanzung vorgesehenen Flächen nicht mit Herbiziden kahlgespritzt, sondern mechanisch von Aufwuchs befreit. Schafe halten die Gräser zwischen den Bäumchen kurz, weil sie durch ihr wählerisches Fressverhalten die Weihnachtsbäume nicht gefährden. Im Gegenteil, ihre Ausscheidungen sorgen sogar für zusätzliche Düngung.
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